Mittwochmorgen, Schulweg. Das Kind fragt, ob es nach dem Abitur ins Ausland kann. Der Vater denkt sofort: Wie viel muss ich dafür zurücklegen? Die eigene Rentenvorsorge kommt ihm dabei nicht in den Sinn.
Eltern als schlechteste Investoren in eigene Sicherheit
Studien aus dem deutschsprachigen Raum zeigen wiederholt: Eltern, insbesondere Mütter nach Elternzeiten, haben deutlich geringere Rentenansprüche als kinderlose Personen. Trotzdem fließt ein großer Teil des verfügbaren Sparbetrags in Konten für die Kinder.
Wer die eigene Altersvorsorge zugunsten des Kindersparkontos zurückstellt, schafft langfristig eine Abhängigkeit – die genau das Kind später tragen muss.
Das ist kein moralisches Urteil. Es ist eine mathematische Konsequenz fehlender Planung.
Typische Denkfehler in diesem Bereich
- Annahme, dass staatliche Rente ausreicht, wenn man sparsam lebt
- Glauben, das Bildungssparen sei dringlicher als die eigene Vorsorge
- Beides gleichzeitig wollen, ohne konkrete Aufteilung zu definieren
Eine einfache Faustregel aus der Beratungspraxis: Erst die eigene Vorsorge auf ein Mindestniveau bringen, dann gezielt für Kinder sparen. Nicht umgekehrt.